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Literatur zur Patientenkompetenz und Beratungskompetenz Eigene Arbeiten zum Thema Patientenkompetenz Ausserdem hatten wir damals bereits Untersuchungen zum Bedarf und Denkstil kompetenter Patienten sowie zum Stellenwert der Komplementärmedizin aus Patientensicht publiziert (2) und die Second Opinion als spezielle Beratungseinrichtung an der KTB gegründet (3). Auch diese Einrichtung brachte uns mit immer mehr kompetenten Patienten zusammen, was uns ermöglichte, das Phänomen der Patientenkompetenz näher zu untersuchen (4) und auf die Ähnlichkeiten des Kompetenzkonzeptes zum Salutogenesemodell von Antonovsky hinzuweisen (5). Im Jahr 2000 erkannten wir die Bedeutung der pharmazeutischen Beratung für kompetente Patienten. Wir begannen, Apotheker und deren Angestellte systematisch zur Beratungskompetenz zu schulen und führten eine Reihe von Untersuchungen zum Verhältnis von kompetenten Patienten und ihren Beratern durch (6 – 10). In einem nächsten Schritt führten wir dann beratungsintensive Apotheken zum Deutschen "Apotheken-Netzwerk-Patiententenkompetenz" zusammen (11). Die Mitgliedsapotheken dieses Netzwerks werden über eine Zentrale fortlaufend mit Informationen zur pharmazeutischen Beratung versorgt. Ihnen steht eine "Call-Center" genannte Info-Zentrale zur Verfügung, um bei schwierigen Beratungsfragen Auskunft zu geben. Diese Info-Zentrale wird von der Klinik SanaFontis betreut (12). Über 80% kompetenter Patienten nehmen komplementärmedizinische Mittel ein. Zur pro und contra Diskussion haben wir Argumente aus ethischer Sicht beigesteuert (13). Die meisten kompetenten Patienten sind ferner der Meinung, dass sie den Verlauf ihrer Erkrankung, gemeint sind sowohl die Lebensqualität als auch der zeitliche Verlauf der Erkrankung, durch eigenes, aktives Zutun beeinflussen können. Diese Überzeugung, genannt die prognostische Relevanz der Patientenkompetenz, wird nicht von allen Menschen unserer Gesellschaft geteilt (14). Derartige unterschiedliche Denkstile zu bestimmten Krankheitskonzepten von Krebs dürften mitverantwortlich sein, für Spannungen zwischen Patienten und ihren unmittelbaren Bezugspersonen. In den Jahren 2004/2005 führten wir eine Reihe von Untersuchungen bei und mit Patienten durch, um das Wesen und den Begriff der Patientenkompetenz aus der Sicht von Patienten noch besser zu verstehen (15). Bei dieser Untersuchung haben wir relativ oft von Patienten gehört "Ich wollte ja ein kompetenter Patienten werden, aber man hat mich nicht gelassen" oder "….aber es hat so viel Energie gekostet" oder "…..aber alleine hätte ich das nie geschafft". Die Gründe und Motive für dieses "Aber" sind uns nur teilweise bekannt, systematische Untersuchungen dazu gibt es bisher nicht. Diese sind jetzt, im nächsten Schritt, geplant. 1. Nagel G.: Klinik für Tumorbiologie an der Universität Freiburg – ein neues Modell der Krebsforschung. Onkologie 14, 441 - 445 (1991). |
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